Notarielle Fachprüfung erfolgreich bestanden

Bereits im September hat RA Marc Schneider die notarielle Fachprüfung erfolgreich bestanden. Viel musste während der ca. 1,5 jährigen Vorbereitungszeit leiden, wofür um Nachsicht gebeten wird. Auch gegenüber der Familie, Freunden und natürlich Mandanten.

Allerdings sind mittlerweile erhöhte Anforderung zu erfüllen. So müssen 4 5-stündige Klausuren absolviert werden, gefolgt von einer mündlichen Prüfung, die neben einem Aktenvortrag mit 1-stündiger Vorbereitungszeit auch ein anschließendes Prüfungsgespräch von mindestens einer Stunde beinhaltet.

Da in meiner Situation 4 Prüfling geladen waren, dauerte die Prüfung von 08:00 Uhr – 15:30 Uhr. Aber der Einsatz hat sich gelohnt, was zumindest das Ergebnis zeigt.

Aus meiner Sicht ist es durchaus richtig, dass mittlerweile auf die sog. „Bestenauslese“ umgeschwenkt wurde, auch wenn die Vorbereitung neben Führung der Kanzlei und dem vorhandenen Willen nach etwas Freizeit nicht zu unterschätzen ist. Immerhin gibt es Quoten, dass nur ca. 75% die Prüfung bestehen. Daher bin ich ein wenig stolz auf den durchaus guten Abschluss und nun hoffe ich auf eine baldige Bestellung. Zumal auch die bereits weiter erforderlichen 180 Stunden Praxisausbildung mittlerweile absolviert wurden.

Aber gerade der Bereich des Notariats stellt für viele einen wichtigen Schritt dar, wenn man nur an den Erwerb des Eigenheims, der Errichtung des Testaments oder eines Ehevertrages denkt. Daher ist es aus meiner Sicht durchaus gerechtfertigt, hier besondere Anforderungen an die zu bestellenden Notare zu stellen. Ehrlich gesagt wäre ich zu Beginn meiner Tätigkeit 2003 hier nicht mit der notwendigen Erfahrung und Kompetenz ausgestattet gewesen, um diesen wichtigen Bereich meinen eigenen Anforderungen entsprechenden gut abdecken zu  können.

Allerdings stehen die Chancen, tatsächliche Anfang 2018 eine Bestellung zu erhalten mit dem erzielten Ergebnis nicht allzu schlecht.

Dennoch möchte ich mich bei allen Mandanten entschuldigen, die mich eigentlich immer als schnell reagierend kennen gelernt haben.

Da sich nun aber auch das wirklich gute Kanzleiteam gefunden hat, auf welches ich wirklich stolz bin, dürfen Sie ab sofort wieder mit dem gewohnten Einsatz für Sie rechnen.

Verstärkung ist da!

Wir freuen uns, dass unsere Verstärkung zu uns gefunden hat!

Die Verstärkung des Teams konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Damit werden Ihnen zukünftig weitere, kompetente Ansprechpartner in der Kanzlei zur Verfügung stehen.

Seit März 2019 verstärkt uns bereits Frau Nadine Eckardt,  überwiegend im Bereich rechtlicher Betreuungen. Ihr weg zu uns ht ohnehin ang genug gwdauert, so das sie nun einiges aufzuarbeiten hat  ;-). Im Januar 2020 vervollständigte uns dann noch Frau Nicole Ellerbrake, die Schwung und Ordnung in den anwaltlichen Bereich bringt.  

Beide sind zwar neu bei uns, haben aber bereits hilfreiche Erfahrung in anderen Büros sammeln können und dürfen, die sie bei uns einbringen können. Wir freuen uns daher auf die neuen Kolleginnen und deren Know How, von dem auch sicherlich die Mandanten profitieren werden.

Näheres erfahren Sie entweder im persönlichen Kontakt oder unter den demnächst folenden Profilen der Verstärkungskräfte, die unter den Kanzlei | Team Seiten zu finden sind.

Mindestlohnerhöhung für Gerüstbauer

Zum 01.​05.​2016 soll der Mindestlohn für Gerüstbauer steigen und sodann nochmals zum Mai 2017.

Die entsprechende Mindestlohnverordnung ist heute gebilligt worden und kann damit in Kraft treten.

Sollten Sie betroffen hiervon sein oder Fragen haben, sprechen Sie uns jederzeit gern an.

Insolvenzreform und Entschärfung der Insolvenzanfechtung

In der Zeitschrift der IHK Lippe, Wissen und Wirtschaft, ist jüngst ein Beitrag der Kanzlei zum Thema Insolvenzreform erschienen, insbesondere bezüglich der geplanten Überarbeitungen zum Insolvenzanfechtungsrecht, der nachfolgend wiedergegeben wird.

Insolvenzreform – Wunderwaffe des Verwalters wird entschärft

Gläubiger, die von Insolvenzverwaltern wg. Anfechtungsansprüchen zur Erstattung erhaltener Leistungen verpflichtet wurden, kennen die bitteren Folgen. Mit Wirtschaftsverständnis ist dies nicht erklärbar.
Frühere Reformen berücksichtigten fiskalische Interessen. Nun sollen Änderungen der Anfechtungsregeln (§§ 129 ff InsO) Rechtssicherheit für den Wirtschaftsverkehr und Arbeitnehmer/​innen bringen (www.​bmjv.​de).
Denn der BGH urteilt stets, dass bei Sicherung oder Befriedigung durch Zwangsvollstreckung bis drei Monate vor dem Insolvenzantrag, diese zu erstatten ist. Bei Gläubigern ruft dies Unverständnis hervor, da rechtsstaatskonform durch Vollstreckung die Beitreibung erfolgte. Hier wird durch Ergänzung des § 131 InsO Abhilfe erfolgen.
Der 10-Jahres Zeitraum der Vorsatzanfechtung soll auf 4 Jahre verkürzt werden und dem BGH, wonach in dieser Zeit gewährte Ratenzahlungen für Anfechtungen regelmäßig ausreichen sollen, der Boden entzogen. Beim Abschluss von Zahlungsvereinbarungen oder -erleichterungen soll nun Unkenntnis des Gläubigers vermutet werden.
Arbeitslohn, der binnen drei Monaten nach Arbeitsleistung gezahlt wird, wird privilegiertes Bargeschäft (§ 142 InsO).
Die Zinspflicht von 5%-Pkt. über Basiszins ab Insolvenzeröffnung (§ 143 InsO) wird gestrichen, da durch verzögerte Geltendmachung dies von Verwaltern als Kapitalanlage missbraucht wurde.
Ob und ab wann die Reform kommt, ist unklar. Aber dann wird der Wirtschaftsverkehr erheblich erleichtert und rechtssicherer. Auch jetzt sollte aber bei Anfechtung nicht vorschnell gezahlt, sondern qualifizierte Beratung genutzt werden.

ArbG Berlin: Urlaubsabgeltung bei Tod des Arbeitnehmers

Das Arbeitsgericht Berlin hat in einer heute veröffentlichten Entscheidung entgegen dem Bundesarbeitsgericht ausgeurteilt, dass bei Tod des Arbeitnehmers dessen Erben ein sog. Urlaubsabgeltungsanspruch zusteht.

Dabei stellte sich das ArbG gegen die Rechtsprechung des BAG und begründete dies damit, dass mit Tod des Arbeitnehmers das Arbeitsverhältnis erlischt. Daher könne dann der Urlaubsanspruch nicht mehr, auch nicht mehr an die Erben gewährt werden. Daraus folgt dann ein Abgeltungsanspruch in Geld.

Das BAG geht hingegen davon aus, dass mit dem Tod die höchstpersönliche Leistungspflicht des Arbeitnehmers erlischt und kommt so zu einem Abgeltungsanspruch.

Für Erben sind dies immer wieder Ansprüche, die im Erbfall nicht geltend gemacht werden, zugunsten der jeweiligen Arbeitgeber.

Sollten Sie Fragen hierzu haben, sprechen Sie uns an.