EuGH: Urlaubsanspruch des Arbeitnehmers endet nicht durch Tod

Der EuGH (Europäische Gerichtshof) hat eine auf den ersten Blick jüngst eine recht makaber wirkende Entscheidung erlassen. Denn das Gericht hat ausgeurteilt, dass der Urlaubsanspruch eines Arbeitnehmers nicht durch dessen Tod erlischt. Vielmehr gehe dieser auf die Erben über. Bei näherem Hinsehen hat diese klarstellende Entscheidung dennoch seine Berechtigung. Denn die Erben sollen nicht etwa in den Genuss des Urlaubsanspruchs als solchen kommen, sondern in den Abgeltungsanspruch, der auf Geldzahlung gerichtet ist. Dadurch soll verhindert werden, so der EuGH, dass der dem Sozialrechtsprinzip entspringende Urlaubsgedanke untergehe und dadurch beeinträchtigt werde, dass der Arbeitnehmer z. B. durch lange Krankheitsphasen zuvor diesen Urlaub nicht nehmen konnte. Allerdings steht zu befürchten, dass diese Grundsätze so nicht strikt zur Anwendung kommen. Sollten Sie weiteren Klärungsbedarf diesbezüglich haben, so sprechen Sie uns an.