LAG RPf: Chef als Psychopath kein Kündigungsgrund

Das Landesarbeitsgericht Rheinland Pfalz (LAG RPf) hatte einen Fall zu entscheiden, in dem ein Arbeitnehmer in einer Runde seiner Kollegen den Chef als Psychopathen bezeichnete. Wegen dieser Beleidigung erhielt der Arbeitnehmer sodann die fristlose Kündigung. Das LAG hat nun ausgesprochen, dass zwar die Bezeichnung des Vorgesetzten als Psychopath grundsätzlich einen Kündigungsgrund darstelle. Im konkreten Fall stellte sich dies aber anders dar. Ausnahmsweise, so dass LAG, hätte im konkreten Fall allerdings eine Abmahnung vorausgehen müssen. Dies ist sicherlich eine Einzelfallentscheidung, die nicht verallgemeinert werden kann. Allerdings belegt dies auch, dass stets der Einzelfall beachtet werden muss und keine pauschalen Verallgemeinerungen erfolgen dürfen. Sollten Sie Fragen haben, sprechen Sie uns an.